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Dr. med. Andrea Rejzek

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Oberärztin am Landesklinikum St. Pölten



Der PIP Skandal (Brustvergrößerung) und was soll ich tun wenn ich ein Opfer bin?

Vor einiger Zeit war ja die Welt der Implantate noch in Ordnung. Aber seit dem das französische Unternehmen PIP (Poly Implant Prothese) minderwertiges Industriesilikon in ihre Brustvergrößerungs-Implantate gefüllt hat, sind zehntausende Frauen weltweit verunsichert. Diese Implantate können Reissen und das Silikongel kann auch ohne Risse austreten, da es flüssiger ist als das Gel für welche die Zertifizierung vorliegt. Dieses Gel außerhalb des Silikonimplantats verursacht Entzündungen. Ob diese Brustvergrößerungs-Implantate und das ausgetretene Gel Krebs verursachen ist bis jetzt nicht wirklich erwiesen.

Grundsätzlich war die Wahl von mir und den meisten österreichischen Plastischen Chirurgen nur teure Markenimplantate wie Mentor und Eurosilicon zu verwenden richtig und es hat sich ausgezahlt nicht dem höheren Ertrag pro Operation nachzulaufen und mit billigen Implantaten, die zwar TÜV zertifizert waren, die Gesundheit der eignen Patienten zu gefährden.

Eine Fragen und Antwortliste um die Unischerheit in diesem Zusammenhang zu reduzieren:

Wie finde ich heraus, welches Brustvergrößerungsimplantat bei mir eingesetzt wurde?
In Österreich, aber auch in Deutschland bekommt die Patientin einen Implantat-Ausweis, indem der Hersteller des Implantats genannt wird. Diesen bekommt jede Patientin nach der Brustvergrößerungsoperation ausgehändigt. Sollte die Patientin diesen nicht bekommen oder verlegt haben, dann sollte der Chirurg kontaktiert werden, der die OP durchgeführt hat. Eine schriftliche Bestätigung welches Implantat eingesetzt wurde ist dann durchaus sinnvoll.

Welche Unternehmen haben minderwertige Silikongel-Implantate ausgeliefert?
Poly Implant Prothese (PIP)
Rofil Medical Nederland B.V.
Gfe Medizintechnik GmbH

Was kann ich tun, wenn ich ein PIP-Implantat habe?
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt den Frauen, denen Implantate des Unternehmens eingesetzt wurden, einen Arzt aufzusuchen, „wenn sie einen Riss vermuten, Schmerzen oder eine Entzündung verspüren oder sonstige Sorge haben“.
Das Deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt den Frauen mit PIP Implantaten den Rat einen Arzt aufzusuchen um die Implantate auf Risse zu untersuchen. Auch das österreichische Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen empfiehlt eine vorsorgliche Untersuchung der Implantate und es sollte ein Austausch mit dem behandelnden Arzt diskutiert werden.
Die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC) kann durch ein von Ihre geführtes Implantatregister belegen, dass mit Ausnahme der PIP Implantate alle in Österreich verwendeten Brustvergrößerungs-Implantate qualitativ in Ordnung sind.

Was sollen die betroffenen Frauen tun, wenn das PIP-Implantat schon Risse aufweist?
Das Deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät Frauen, deren Implantat Risse aufweist, diese umgehend entfernen zu lassen. Es ist bereits Silikon ins Gewebe gelangt. Was ist nun zu tun? Da das verwendete Silikon eine flüssigere Konsistenz hat, kann es unbemerkt auch ohne Rissbildungen austreten. Dies kann zu Entzündungen, Reizungen und Verdickungen der Lymphknoten führen. Ausgetretenes Silikon kann sich auch als „Knoten“ bemerkbar machen und in der Folge zu den beschriebenen Reaktionen führen. Es wurden noch keine Risse festgestellt, was kann ich tun? In diesem Fall ist eine sofortige Entfernung nicht notwendig. Da aber in Zukunft Risse auftreten können, sollte ein Austausch angedacht und in Ruhe geplant und durchgeführt werden.

Wer kann mir in dieser Situation helfen?
Die betroffenen Frauen sollten einerseits mit Ihrem Operateur Kontakt aufnehmen, ob ein Austausch der Brustvergrößerungs-Implantate kostengünstig erfolgen kann und in Österreich kann man sich bis zum 10. April 2012 bei einer Sammelklage initiert vom Verein für Konsumeteninformation (VKI) anschließen. Derzeit sind 100 österreichische Frauen bekannt, die sich in Tschechien die Brüste mit PIP-Implantaten vergößeren ließen. http://www.verbraucherrecht.at



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